NATURWEG STATION 12
12 Auenwald
Der Uferwald erscheint im Sommer wie ein Dschungel: eine leuchtende Lichterkuppe, ein Baumstamm mit glatter oder rauer Rinde, verwirrte Äste, ein dichtes Unterholz, das auf Humusmatten und Totholz liegt.
Der flauschige Gesang des Pirols und der Strudel der Mücken, einige heisse Abende, lassen diese Orte exotisch wirken.
Die Auszeit ist garantiert!
Werden Sie sich bewusst
der Klangwelt, die euch umgibt.
Schweigen Sie während 2 Minuten und zählen Sie alle Schreie, Gesänge, Summen, Rascheln des Waldes. Wenn Ihr in der Gruppe seid, vergleicht eure Erkenntnisse.
Füsse im Wasser
Der „Bois des Verne“ (Name des Waldes) ist ein schönes Beispiel für einen typischen Auenwald am natürlichen Ufer des Sees.
Grundwasserschwankungen spielen eine wichtige Rolle für die Struktur und Vielfalt von Waldgemeinschaften. Im Frühling geflutet, im Sommer trocken, durchlebt der Boden die Launen schwankender Wasserstände.
Einige spezialisierte Baumarten halten diese rauen Bedingungen aus:
Eschen, Erlen und Weiden gedeihen hier.
Lernen Sie, diese auf der Tastatur zu erkennen!
Unsichtbar
Die Ufergehölze (überflutbare Auenwälder an See- und Flussufern) beherbergen eine reiche Tierwelt.
Mehr als hundert Wirbeltierarten brüten hier.
Zudem lebt schätzungsweise ein Viertel aller Wirbellosen in der Schweiz in den Wäldern an den Seen.
Doch wo verstecken sich diese Tiere?
Der Wald ist einer der schwierigsten Orte für die Beobachtung. Am besten nutzt man seine Ohren in der dichten Vegetation.
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Wir treffen uns bei Station 13
